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der Araber in der Dressur:
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Die Barocke ReitweiseDer grösste Meister der barocken Reiterei war François Robichon de la Guérinière (1730). Seine Prinzipien haben sich bis in die Gegenwart bewährt: Der Reiter kennt die Verhaltensmuster und die anatomischen Gegebenheiten seines Pferdes und fördert es nach seinen Fähigkeiten. Das Pferd soll nicht durch zu hohe Ansprüche des Reiters überfordert und verdorben werden, sondern es gilt: weniger ist mehr. Das Pferd soll seine Bewegungsfreude beibehalten. Ein weiterer grosser Meister war Monsieur de la Broué. Er lebte zur Zeit Heinrichs IV. Sein Lehrer war Johann Baptist Pignatelli, welcher auch Lehrer von Pluvinel war, und in der Reitschule in Neapel, dem damaligen spanisches Königreich in Italien, unterrichtete. Diese Reitschule galt damals als die beste der Welt. Jeder französische oder deutsche Adelige, der sich in der Reitkunst vervollkommnen wollte, besuchte dort Reitunterricht. Die Ursprünge eines jeden Reitstils und so auch der Alta Escuale, der Hohen Schule, zeigen Reaktionen aus dem natürlichen Bewegungsablauf, vor allem von Hengsten. Sie dienen der systematischen Gymnastizierung des Pferdes und werden noch vervollkommnet. Auf der Iberischen Halbinsel haben sich daraus in Spanien die Doma Vaquera (Gebrauchsreiterei der spanischen Hirten) bzw die Campino-Reitweise in Portugal entwickelt. Die Hohe Schule beeinflusste massgeblich die Reiterei auch in vielen anderen Ländern. Im Jahre 1572 wurde "der spanische Reitstall in der Wiener Hochburg" erstmals urkundlich erwähnt. Die Spanische Hofreitschule in Wien ist das einzige Institut der klassischen Reitkunst, welche die Renaissance-Tradition der Hohen Schule bis heute bewahrt und pflegt. Die Wiener Reitschule verdankt ihren Namen der Pferderasse, die aus Spanien stammte und schon zur Römerzeit berühmt war. Jene Pferde, die seit 1580 zu Ehren des "Marstall und Stutterey Lipizzia", einem Gestüt in der Nähe von Triest - Lipizzaner genannt wurden. Die Grundsätze der barocken/altklassischen Reiterei ist die absolute Harmonie zwischen Pferd und Reiter und das Verständnis für die Veranlagung eines Pferdes. Guérinière erwähnte, dass nach einer behutsamen Gymnastizierung und dem behutsamen Einreiten, ein Pferd das Alter zwischen fünf bis acht Jahren erreicht hatte, bevor es vom Gestüt zur Ausbildung an die Reitschule übergeben wurde. Heutzutage werden die Pferde doch oftmals in ihren jungen Jahren überfordert, welches Verdorbenheit und Widersetzlichkeit zur Folge hat. Schlussendlich dient die Dressur allgemein der Gymnastizierung des Pferdes, um die Muskulatur eines Pferdes aufzubauen und um Exterieurschwachpunkte auszugleichen, so dass ein Pferd auch unter grösserer Belastung gelernt hat wie es sich unter dem Reiter zu bewegen hat, den Rücken aufzuwölben und die Balance zu halten hat. Die Dressur sollte für das Pferd da sein nicht das Pferd für die Dressur! Die Schiefe ist ein grundlegend wichtiges Element an welcher bereits relativ früh gearbeitet werden sollte, mit dem Kappzaum lässt sich schon sehr viel an Schiefe und Vorhandlastigkeit arbeiten. Wichtiger Bestandteil der barocken, oder auch altklassischen Reitlehre, wie es auch bei jeder anderen Reitlehre sein sollte, ist der Sitz des Reiters. Das Gefühl für den gemeinsamen Schwerpunkt und die gezielte Beeinflussung des Pferdes. In vielen Reitschulen wird diesem Teil viel zu wenig Beachtung geschenkt. |
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KürprogrammeDie Kürprogramme (Musik, Kostüme und Figuren) für Barockpferde werden von den Reitern selber zusammengestellt. Bei L-Prüfungen sind ua folgende Elemente vorhanden: Mittelschritt wie starker Schritt, Mitteltrab, starker Trab, Mittelgalopp und starker Galopp, Rückwärtsrichten, Stillstehen, Hinterhandwendung, Schulterherein im Trab, Volten und Wendungen sowie einfacher Galoppwechsel. Bei M/S-Küren sind die Anforderungen einiges höher. Hier werden auch der fliegende Galoppwechsel, Trabtraversale, Schrittpirouetten, Kontergalopp, Piaffe, Passage, Spanischer Schritt und mehr gefordert. Für die Zuschauer sind diese Prüfungen sehr bunt und dadurch auch abwechslungsreich. Barockturniere erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit! Elemente des Barocken ReitensElemente zur Schule auf der ErdeSehr empfehlen kann ich die Lehren von Philippe Karl oder auch Branderup, aufbauend auf einer sehr soliden Grundausbildung. Allerdings reicht es nicht sich nur oberflächlich mit diesen Ausbildungsweisen auseinanderzusetzen, jedes Pferd ist schlussendlich ein Individuum und jede Ausbildungsweise nur so gut wie sie der Ausbildende auch dem Pferd anspassen kann. |
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Die Piaffe Ist ein diagonales Abfussen von einem Beinpaar auf das andere. Die gesenkte Hinterhand muss die Last des Pferdes aufnehmen und die Beine zum kräftigen Abfedern auf der Stelle - oder mit einer Hufbreite vorwärts - veranlassen.
Die Passage Das Pferd bewegt sich in Vorwärtstendenz durch federndes Abstossen von einem diagonalen Beinpaar auf das andere. Die erhobenen Beinpaare werden jedoch länger und höher in der Schwebe gehalten als beim Trab.
Die Pirouette Das Pferd springt im versammelten Galopp mit den Hinterbeinen in sechs bis acht Sprüngen einen möglichst kleinen Kreis.
Die Traversale Das Pferd wird auf zwei Hufschlägen vorwärts seitwärts geritten und ist um den inneren Schenkel gebogen.
Der Spanische Schritt Unter dem Reiter oder an der Hand hebt das Pferd die Vorderbeine hoch und streckt sie weit nach vorne. Dabei muss die Hinterhand gut mitgehen.
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Elemente der Lektionen über der ErdeDie Levade Die Vorderhand erhebt sich um ca. 35 Grad vom Boden, das ganze Gewicht wird von der Hinterhand getragen.
Die Kapriole Das Pferd springt mit allen vier Beinen fast gleichzeitig in die Luft und schlägt mit den Hinterbeinen in dem Augenblick aus, in dem sich der Körper in der Waagrechten befindet.
Die Courpette Das Pferd verlagert sein Gewicht auf die Hinterhand, die Vorderhand wird emporgehoben und das Pferd vollführt auf der Hinterhand mehrere Sprünge vorwärts. |
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Von den AnfängenDie barocke bzw. altklassische Dressur faszinierte mich schon immer. Über Brigit Kaelin wurde ich damals auf den russischen Vollblutaraber Rasputin (Narym x Gvozdika) aufmerksam. Rasputin war bereits zwei Monate in der Grundausbildung, er kannte Sattel und Reiter, war aber selten im Gelände geritten worden. Im Januar 2001 kaufte ich ihn und wollte ihn gleich optimal fördern. Es begann die Ausbildung mit Hilfe unseres damaligen Trainers welcher ebenfalls nach der altklassischen Reitlehre ausbildet. Rasputin lief am Schluss L-Lektionen und bereitete mir sehr viel Freude. Rasti wir vermissen Dich! In der Zwischenzeit habe ich vieles erlebt und gelernt und ich kann dem Satz "je mehr man vom Reiten versteht umso schwieriger wird es" völlig zustimmen. Fakush (Narym x Flankarah), ein Halbbruder von Rasputin, kauften wir im Sommer 2008. Er wird jetzt ebenfalls nach der altklassischen Reitweise ausgebildet. Fakush ist ein sehr intelligentes Pferd, etwas auf dem Auge aber mit zunehmender Sicherheit wird dies von Tag zu Tag besser. Wie einige Narym-Kinder, hat auch er einen starken Willen, er braucht eine absolut sichere Führung, viel Motivation und eine sanfte Reitweise. Wir arbeiten fleissig an der korrekten Dehnungshaltung und Biegung und ich bin gespannt wie weit er bereits im Sommer 2010 sein wird. Im Vordergrund steht aber immer der Spass und die Freude am Reiten, die Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam mit dem Pferd. Ich bin glücklich meine Berufung leben zu dürfen und freue mich wenn ich ReiterInnen und Pferde begleiten und unterstützen darf. Lesen Sie mehr auf meiner Webseite. Einen grossen Dank auch an Franja für die tolle Gestaltung der Site! Barbara Schuster, Schwanden iE., |
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Ein Heiratsantrag der besonderen ArtAnlässlich des Barockturniers in Walliswil bei Niederbipp 2003 sorgte ein maskierter Zorro für viel Aufsehen. Er machte seiner Herzdame einen Heiratsantrag der besonderen Art. Eindrücklich und bunt waren das Programm und der anschliessende Showact des 2. Barockturniers in Walliswil. Als krönender Abschluss wurde auf dem Programm eine Überraschung angekündigt... Ganzer Text (JPG-Bild 98KB). Und sie haben sich getraut! Herzlichen Glückwunsch |
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