Regionalgruppenweekend
Avenches, 9. November 2003

Die Disziplin Endurance SVPS lud ein zum Regionalgruppenweekend für alle Endurance interessierte Reiterinnen und Reiter.

Organisiert von Peter Baumgartner und unter der Leitung von Suzanne Dollinger fanden sich neun Pferd/Reiterpaare und weitere 14 Endurancebegeisterte im nebligen Avenches ein.

Theorie zur Einleitung, Veterinäruntersuchung als Hauptteil und die Arbeit im Gelände, bzw auf dem Dressurviereck, standen auf dem Programm. Aber nur dank Peter Münger konnte der Tag auch ohne Gefrierbrand überstanden werden, er war zuständig für die warme Küche am Mittag!

Theorie

Die Grundsätze des Endurance Trainings liegen in der Schrittarbeit. Schritt als Hauptgangart im Training, da er schonend und stärkend ist. Empfohlen sind vier bis sieben Trainingseinheiten à mindestens 1.5 Stunden pro Woche.

Im Trab sollte nur sehr ruhig und eher selten gearbeitet werden, da der Trab als keine gelenkschonende Gangart gilt.

Spezielle Galopptrainings werden höchstens alle zwei aber mindestens alle vier Wochen empfohlen. In diesen wird am Tempo und der Kadenz gearbeitet. Dh nur auf bestem Boden und im korrekten Tempo von ideal 18km/h mit maximal 105 Galoppsprüngen pro Minute. Der Reiter arbeitet an seinem Sitz und der Anlehnung, sowie an der Losgelassenheit des Pferdes.

All dies gilt der idealen Vorbereitung für den Endurancesport mit dem optimalen Training für eine lange "Lebensdauer" des Pferdes.

 

Veterinär Untersuch

Im Vet-Untersuch, unter der Leitung vom Tierartz Lorenz Giese, wurden alle Pferde auf ihre "Schwachstellen" überprüft. Der ausführliche Check galt dem Gesamteindruck, Rücken und den Gliedmassen des Pferdes. Wo könnten Probleme nach längeren Ritten auftreten, wie könnte man den Hufbeschlag verbessern usw.

 

Arbeit im Gelände

Das Ziel der Arbeit im Gelände soll sein, dass das Pferd an jeder Position und in jeder Gangart unter Kontrolle geritten werden kann. Es soll sich in einer ökonomischen Selbsthaltung (langer Zügel, waagrechter Hals, runder Rücken) über x-Kilometer tragen können. Und der Reiter selber soll, in einem leichten Stuhlsitz, sich selber im Galopp transportieren lassen ohne das Pferd zu stören. Er übt eine Kontrollfunktion aus, die Arbeit leistet das Pferd.

 

Andrea Amacher, Franja Stump
araber-online.ch, 11. November 2003