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der Araber im Sport:
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Leinen wie SeidenpapierFahren als TurniersportDer Araber im FahrsportEigenschaften eines TurnierpferdesFaszination FahrenDank an Manuela Schneider und Faramal Shaylan |
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Am zweiten Tag steht die Geländestrecke, der "Marathon" auf dem Programm. Hier werden moderne, sehr stabile Kutschen eingesetzt, welche nach neuesten technischen Erkenntnissen gebaut sind. Auf einer Strecke von bis zu 27km Länge, welche in fünf Teilstrecken von unterschiedlicher Länge und Gangart aufgeteilt ist, wird die Ausdauer der Pferde, Genauigkeit und Reaktion des Fahrers sowie Aufmerksamkeit und Streckenkenntnisse der Beifahrer getestet. Jede der Teilstrecken muss möglichst genau in der vorgegebenen Fahrzeit bewältigt werden. Der letzte Streckenteil "Phase E" beinhaltet zusätzlich 5-8 Geländehindernisse, welche in möglichst kurzer Zeit und in der richtigen Torreihenfolge zu durchfahren sind. Wer von der vorgesehenen Streckenzeit abweicht, erhält Strafpunkte und in den Hindernissen wird die Durchfahrtszeit ebenfalls mit einem Punkt pro fünf Sekunden bewertet. Eine ganze Reihe von Vorschriften und Tierarztkontrollen sorgen für korrekten Sport, einen pferdefreundlichen Wettkampf und natürlich für Strafpunkte, die auf das Konto der Gespanne gehen. | |
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Am dritten Tag findet das abschliessende Hindernisfahren statt, auch Kegelfahren oder "Töggele" genannt. Hier kann sich punkto Rangliste nochmals sehr viel ändern und das macht die Sache sehr spannend! Nach dem strengen Marathon vom Vortag verlangt es sehr viel von Fahrer und Pferd. Wiederum in stilechter Aufmachung wie in der Dressur, gilt es einen mit 18-20 Kegelpaaren ausgesteckten Parcours auf einem Viereck in der richtigen Reihenfolge zu durchfahren. Je nach Prüfungs- und Gespannsart werden 20 bis max. 40cm zur Spurbreite des Wagens dazugegeben und so die Torbreite bestimmt. Fällt der Ball von einem Kegel, werden 5 Strafpunkte vergeben. Das Überschreiten der festgesetzten Zeit wird mit 0,5 Strafpunkten pro Sekunde bestraft. Mentale Stärke, Konzentration vom Fahrer sowie Kondition und Gehorsam der Pferde entscheiden über das Abschneiden des Gespannes. | |
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Es gibt auch verkürzte Turniere. In Teilprüfungen muss nur die Dressur und der direkt anschliessende Hindernisparcours absolviert werden. An Freundschaftsturnieren kann auch oft nur ein Hindernisparcours absolviert werden. Beim Derby ist ein Kegelparcours mit 2-5 festen Geländehindernissen wie im Marathon aufgebaut und die Strecke des Parcours variiert von 800 Meter bis 3-4 Kilometer. Vielerorts werden auch Distanzfahrten ausgeschrieben. Diese sind mit einem Patroullienritt zu vergleichen, mit Geschicklichkeitsposten und mit Mittagsaufenthalt. Manchmal sind Distanzfahrten mit einer Stilprüfung kombiniert, wo das schönste Gespann einen Sonderpreis erhält. Aber hier ist die Geselligkeit das Wichtigste. | |
Der Araber im FahrsportAuch im Fahrsport profitiert man von den speziellen Eigenschaften des Arabers. In der Dressur sind bei den leichtfüssigen, edlen Pferden die Ausstrahlung und Eleganz bestechend. Im Marathon hat man gegenüber anderen Rassen Vorteile wie die ausserordentliche Ausdauer, Leistungsbereitschaft und Wendigkeit. Ein kleiner Nachteil kann hier die Zugkraft sein, wenn es wirklich sehr steil und der Boden tief ist. Das Hindernisfahren ist aus meiner Sicht hauptsächlich die Aufgabe des Fahrers. Bei technisch sehr schwierigen Parcours hat man jedoch grosse Vorteile, weil der Araber kleiner, wendiger und reaktionsschneller ist. Aus diesen Gründen ist heute in den meisten Gespannen der Weltelite sehr viel Blut vorhanden. Um solche grossen Leistungen zu erbringen braucht es elegante, wendige, intelligente Kämpfer mit einer "unendlichen" Kraft und Ausdauer. Dieser Meinung ist auch der deutsche Vierspännerweltmeister Michael Freund. "Je mehr Blut in einem Gespann vorhanden ist, desto schwieriger ist jedoch die Ausbildung. Es braucht unendlich viel Gefühl, Verständnis und Geduld. Je höher der Blutanteil, desto anspruchsvoller ist die Aufgabe des Fahrers. Einen Ferrari muss man eben trotzdem fein zu fahren wissen..." | |
Eigenschaften eines TurnierpferdesEin Fahrpferd muss von vielen Pferdesportdisziplinen Dressur ist naheliegend! Ein Fahrpferd braucht zwingend eine solide Grundausbildung in der Dressur. Diese kann am Wagen vorgenommen werden, wird aber durch eine gute reiterliche Ausbildung sehr stark unterstützt und perfektioniert. Vom Springpferd braucht es die Kraft in der Hinterhand. Wie nützlich ist doch eine sehr schnelle Beschleunigung in einem Marathonhindernis! Vom Westernpferd die "Coolness", Selbstsicherheit und Trittsicherheit, aber vor allem die schnelle Reaktion und Wendigkeit. Und im weiteren der eigene Wille des Pferdes eine Aufgabe die es kennt zu lösen, so wie es Cuttinghorses tun müssen. Mein Aufenthalt in Wyoming hat mir in dieser Hinsicht neue Anreize gegeben. Es hat mich schwer beeindruckt, wie schnell diese Pferde im Barrel Race wenden und wieder beschleunigen können! Ich hatte das Glück, während fast fünf Wochen sehr gut ausgebildete Pferde in der täglichen Arbeit eines Cowboys reiten zu dürfen. Das war einfach fantastisch! Auf eindrückliche Weise wurde mir bewusst, dass der einzige Weg, mit einem Pferd zu arbeiten der ist, ihn als Partner zu sehen und zu versuchen ihn zu verstehen. Sonst ist man immer zu langsam. Cutting ist wahrscheinlich eine der reinsten Formen dieser Partnerschaft. Denn die Kuh kann immer dann ausreissen, wenn das Pferd erst reagiert, wenn es vom Reiter die Hilfen bekommt. Der Reiter ist immer zu langsam, wenn das Pferd nicht helfen würde. Auf das Fahren übertragen heisst dies, dass das Pferd selber aufpasst, dass es nicht in einen Hindernispfosten hineinrennt oder im Hindernisfahren über einen Kegel stolpert. Unser Pony kann einen Kegelparcours fast selber absolvieren. Er weiss genau, wie breit die Kutsche ist. Wenn man ihm zeigt, welches Tor das nächste ist, macht er den Rest alleine.
Vom Voltigierpferd die Ausgeglichenheit, Balance und Ruhe. Ein Fahrpferd darf nichts scheuen. Vom Militarypferd den Durchhaltewillen, die Freude über Stock und Stein und durchs Wasser zu galoppieren. Vom Rennpferd die Schnelligkeit und der Ehrgeiz zu siegen und vom Schaupferd die Kunst sich zu Präsentieren. ;-) Für einen richtigen Horseman spielt es keine Rolle, welche Sportart man ausführt, die Grundausbildung ist überall dieselbe. Losgelassenheit, Balance und Rückentätigkeit braucht jedes Pferd. | |
Faszination Fahren
Noch einige Links: www.gespannfahren.ch Fahrsportgruppe Bern und Umgebung Mehr Infos, Fragen? gebe gerne Auskunft: Manuela Schneider, Unterlangenegg, 20. September 2003 | |
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Vielen Dank Manuela Schneider mit ihrem Faramal Shaylan (Bafran Ibn El Shaklan x Kabyle),
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