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der Araber in der Therapie:
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Heilpädagogisches Reiten mit ArabernWas ist Heilpädagogisches Reiten? Mit dem Pferd als Freund und Begleiter können Menschen ihre Schwierigkeiten abbauen. Das Pferd verhilft zu Erfolgserlebnissen, lässt Nähe zu, gibt Wärme, reagiert auf menschliches Verhalten und lässt daraus Rückschlüsse ziehen. In der heutigen hoch technisierten Welt bietet es Geborgenheit und ist ein echter Partner, den man mit allen Sinnen erleben kann. Nicht die die reitsportliche Ausbildung steht im Vordergrund, sondern die positive Beeinflussung der Entwicklung, des Befindens und des Verhaltens mit Hilfe des Pferdes. Warum mit Arabern? Grundsätzlich sollte ein Therapiepferd ruhig und ausgeglichen sein, sensibel und trotzdem nervenstark, einen angenehmen Vorwärtsdrang haben und unkompliziert im Umgang sein. Bei den Arabern finden sich viele solche Tiere - allerdings bei anderen Rassen auch. Speziell interessant macht den Araber für das HPR sicher seine herrliche Erscheinung. Wer möchte nicht mit so einem vollendeten Tier Kontakt haben? Ideal ist auch, dass die Vollblutaraber nicht allzu gross sind: Die Klienten können oft selbst auf- und absteigen und man kann das Pferd problemlos überall mit den Händen ertasten. Durch seine Geschichte sind viele Araber dem Menschen sehr zugewandt, stets aber ohne frech und aufdringlich zu sein. Dies ist im HPR von hohem Nutzen, vor allem bei eher zurückhaltenden und scheuen Menschen mit wenig Selbstvertrauen. Auch die grosse Aufmerksamkeit des Arabers seiner Umwelt gegenüber und das fleissige Vorwärtsgehen mit gespitzten Ohren sind für den Klienten positive Zeichen: Die eigene Aufmerksamkeit wird geweckt und der Reiter spürt und sieht, dass sein Pferd mit Freude dabei ist. Ich erlebe zudem meine Stute als ausserordentlich sensibel gegenüber dem Klienten: Ist zum Beispiel der Sitz nicht mehr ausbalanciert oder der Klient unsicher, bleibt sie stehen und wartet. Überhaupt habe ich immer das Gefühl, dass sie sich sehr Mühe gibt, um alles gut und richtig zu machen. Araber sind als Therapiepferde letztendlich aus denselben Gründen geeignet, aus denen wir sie so sehr schätzen: Sie sind wunderschön, unglaublich an uns und allem, was passsiert, interessiert, sind sensibel, aufgeweckt und intelligent, lernen unheimlich schnell, haben weiche und schön zu sitzende Bewegungen, zeigen uns, wie sie sich fühlen, sind stets motiviert und bei allem dabei und würden alles für einen tun, wenn man sie gut behandelt! Und noch etwas zu mir: Ich heisse Hélène Studer und wohne auf dem Asphof in Rothenfluh. Bin Sekundarlehrerin und Reitpädagogin SG-TR. Seit ich klein bin, reite ich und wurde bereits als Kind von meiner Pferdebegeisterten Schwester mit Arabitis infisziert... Meine Stute heisst Anches en pa Aton, geboren im April 1999. Vater: Kar Garboso (Gual Ghazir/EuropaIV), Mutter: Ri Querida (El Tabal, C.D.Sunrise) Weitere Informationen über das Heilpädagogische Reiten, meine Stute und mich finden Sie auf www.naturreiten.ch. Hélène Studer, 4. Juli 2009 |