SZAP Arabersporttag in Oftringen
3. Oktober 2010

 

Sie kommen um zu gewinnen!

Fast hätte man Wetten abschliessen können, wer welche Prüfung am diesjährigen Arabersporttag in Oftringen gewinnt. Wetten hätte man auch auf das schöne Wetter, welches Marianne Christen, Vorstandsmitglied SZAP für Sport und Organisatorin des Anlasses, jeweils bestellt.

Immer wieder früh raus müssen die Westernreiter, dieses Jahr waren es mehr als je. Neun bis dreizehn Reiter ritten in den Prüfungen. Das ist neuer Rekord! 2003, als Westernprüfungen zum ersten Mal am Sporttag durchgeführt wurden, waren es zum Teil nur zwei Reiter pro Disziplin. Die Westernreiter haben sich etabliert.

Die Disziplin Trail gewinnt 2010, wie 2009 und 2006 Andrea Waeber mit der 16jährigen Fuchsstute Memory Bint Mubaraka (Nerashan x Mubaraka). Rang zwei geht an Rosmarie Fey mit ihrer L.A. Esmeralda (WN Oquendo x Etica) 1996, welche danach die nächste Prüfung "Pleasure" für sich entscheiden kann und Rang drei geht an Marianne Studer mit ihrem Partbred Sparaxis Silver 1992. Im Pleasure ist Nicole Steinbrecher mit ihrem achtjährigen Narym Sohn Mingo's Galan (ad. Sha-Galaxy) auf Rang zwei klassiert und auf Rang drei ist Rosmarie Enz mit Marianne Christens Stute Danajah (Dinar x Rishah) 1997 platziert. Das Horsemanship kann Sabine Pfister mit ihrem Fuchswallach SC Ascari (Abidon x Pitruschka) 2001 für sich entscheiden. Rang zwei geht an Rosmarie Enz mit Danajah und Rang drei wieder an Andrea Waeber mit Memory Bint Mubaraka. Und wie im 2009 Jahr gewinnt das Reining Sabine Pfister mit SC Ascari. Der zweite Rang geht an Claudia Schläpfer mit dem Wallach Sno Kone (Asyet x Sno Flurry) 1990. Und auf Rang drei sind ex-aequo Brigitte Wurzer mit dem Fuchshengst Bajkal (Balaton x Rishah) 1996, im Besitze von Didier und Ivana Thiévent, und Gabriela Gerster mit ihrem Schimmelwallach Tahaan (Taman x Nanija) 1999, klassiert.

Die durch alle Prüfungen guten Resultate reichen Sabine Pfister mit ihrem SC Ascari, analog 2009, mit Abstand zur begehrten All Around Siegerschleife. Den Titel zum Reserve All Around holt sich David Mühlbacher mit der Palomino Stute Goldnugget (Cousin IT, Paint x Peal Drop AV) 1996.

 

Zum dritten Mal ist Barbara Winiger als Gymkhana Richterin aus der Ostschweiz angereist. Wiederum hat sie sich eine tolle Geschichte ausgedacht, heuer mit dem Thema "Pferdeliebe, wie es oft beginnt". Die Teilnehmer durften einen farbigen Parcours überwinden, mit Pferd an der Hand Dreirad Fahren, ein "Bachbett" überqueren oder das Gleichgewicht nicht verlieren während der "Mühle" oder im Damensitz.

Fest im Sattel muss die Gymkhana Konkurrenz sitzen will sie Michelle Steinauer mit ihrem Schimmelwallach El Pan-Ibn Moghar (Gual Moghar x Wanisa Bint Windy) 1995 schlagen. 2006, 2009 und auch in diesem Jahr gewinnt sie das Gymkhana Stufe 2 für Erwachsene. Im 2007 wurde sie ganz knapp auf den zweiten Rang verwiesen und 2008 reichte es ihr "nur" auf Platz vier von elf Reitern. Rang zwei geht an Silvia Brechbühl mit ihrem 20jährigen Schimmelwallach Dshiran al Sabhah (Nayef x Bint Danila), welcher 2007 mit Christine Wyssen siegte, und Rang drei geht an Sonja Trösch mit dem Rappwallach Shalimar (Mohamar al Sabhah x Bint Bint Nabya) 1997.

Bei den Jugendlichen, hatte es dieses Jahr zwei Kinder dabei, welche "Führklasse" starteten. Reichen die Beine nicht über den Sattel und sind die Steigbügelriemen auch beim dritten Mal um den Bügel Schlaufen noch zu lange, dann darf ein Erwachsenes das Pferd führen. Oder wie geht das genau?
Die Siegerschleife holt sich (nach 2008 mit Nicole Kottmann und Al Aisha) dieses Jahr Jasmin Kottmann, fünfjährig, mit der Schimmelstute Al Aisha (L.A. Kublai Khan x Al Guwa Amira) 2003. Rang zwei geht an Michelle Mäder mit Dshiran al Sabhah und auf Rang drei wird Nicole Kottmann wiederum mit Al Aisha klassiert.

Gemäss Programm hatte es in der Dressur gleich viele Starts wie im Western, deren 45. Im Western erschienen alle Reiter auf Platz, in der Dressur sind jedoch nur 32 gestartet. Seit drei Jahren gewinnt die Einsteigerprüfung, dieses Jahr war es ein GA01, Marie-Therese Vögtlin mit ihrer selbstgezogenen und mittlerweile neunjährigen Ahira Bint Narym (Narym x Asari Bint Grand). Rang zwei geht an Corinne Brändle mit dem Wallach E.S. Eterno (Shaklan Ibn Bengali x E.S. Estopa) 2006 und ebenfalls zu "El Saud Arabians" geht Rang drei, nämlich an Natalie Wild mit ihrer E.S. Castilla (Hamra Aligance x Chopita) 2003. Auf dem ersten Ehrenplatz, Rang vier, wird Steffi Bürgin mit ihrem mittlerweile 25jährigen Hengst Bafran El Shachad (Bafran El Sharai x Libura) klassiert. Eigentlich viel zu jung um aufzuhören, war dies ihr allerletzter Dressurauftritt. Schade, wird man dieses charismatische Paar nun nicht mehr auf Platz sehen. "Shachi" wird die Auftritte in der Menge sicher bald vermissen, sind sie doch so lange und immer wieder treue Starter gewesen.

Die Siegerin des GA03 stand in den letzten Jahren schon öfters auf dem Podest. Melanie Schalch mit ihrem Fuchshengst Bolero Ibn El Sueño (El Sueño x Bafran Sfenburaia) 1997 gewann 2008 das GA08, wurde zweite im GA04 und gewann 2009 das GA07. Auf dem zweiten Podestplatz im GA03 steht wiederum Natalie Wild mit E.S. Castilla und auf Rang drei ist die Siegerin des GA03 von 2009 klassiert, nämlich Annina Vögtlin mit Asari Bint Grand (Grand x Shareefah) 1997. Annina gewinnt dafür die nächste Prüfung das GA07 vor Melanie Schalch und auf Rang drei ist Eva Siegenthaler mit ihrer Shagya Stute Nubia (Ghazzir x Nasika) 1996 klassiert. Nicht zu vergessen im letzten Jahr wurde Annina zweite im GA07 und in diesem Jahr wurde sie auch zweite im GA Finale der DNW Dressurreiter.

Ein paar Araber fanden das Dressurvierreck lustiger als andere. Corinne Brändle mit E.S. Eterno wäre im GA03 besser klassiert gewesen, wäre da nicht diese Frau mit Schirm gewesen und auch die Premiere von L.A. Camelot (Psytadel x L.A. Contessa) 2006 geritten von Eva Siegentaler wäre lobreicher ausgefallen, wären da nicht diese grossen Buchstaben ausserhalb des Dressurvierecks gewesen. Schlussendlich ist aber nur, während der Rangverkündigung, Katrin Krause von ihrem Priamos (Narym x Patrenka) 2000 geflogen. Dieser war aber dafür während der Mittagspräsentation ganz brav, zeigte das Kompliment und liess sich sogar auf den Hallenboden legen. Ein Schauprogramm wie 1000 und eine Nacht zeigte Geraldine Krause. Reitend auf ihrer Rappstute Ladheena (Madheen-Pascha x Bafran Laida) 2002, lies sie den Falken Gassur fliegen.

 

Keine Überraschungen hat es dieses Jahr am Sporttag gegeben, die Favoriten wurden ihrer Rolle gerecht und die Newbies werden sich in den nächsten zwei oder drei Jahren vielleicht einen Namen machen. Einzig das Reiterpaar Rahel Hasenfratz und Hamir (von Gips) von Julia Flury habe ich vermisst. Seit 2004 waren sie doch regelmässig dabei und immer gut klassiert. Hoffentlich sieht man sie und viele andere im nächsten Jahr wieder!

Franja Schmid, araber-online.ch
Ersigen, 7. Oktober 2010