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Die Geschichte der BAFRAN - Araber in Wimmis im BerneroberlandDie "Arabitis" hatte alle fünf Mitglieder der Familie Stucki aus Spiez schon erfasst, bevor die drei rein spanischen Stuten Laga, Laida und Lira aus der traditionsreichen Zucht von Don Luis Ybarra e Ybarra vom Schwarzwald in den provisorischen Stall nach Wimmis kamen. Mit der Geburt der ersten beiden Fohlen, Bajazzo (Shaker el Masri x Laida) und Shakla (Shaker el Masri x Laga), hatte jedes Familienmitglied sein eigenes Pferd. Das Engagement der drei damals noch jugendlichen Kinder fand seinen Niederschlag im Gestüts-namen: BArbara, FRanziska, ANdreas = BAFRAN. Die Suche nach einem hochqualifizierten Hengst für die drei Stuten führte auf die Spur des in Aegypten geborenen EI Sareei-Sohnes Burkan aus der Badr (Registan y Bint Sahmia) der 1973 in Deutschland erworben werden konnte. Damit konnte die spanische Züchtertradition fortgesetzt werden, blutmässig konsolidierte Stuten mit hochqualifizierten Hengsten aus der Wüste zu kombinieren. Die spanischen Stammstuten begründeten zusammen mit Burkan und den Shaker EI Masri-Nachkommen den BAFRAN-Cross, der in wenigen Jahren national wie international zu einem festen Begriff für den, im Wüstentyp stehenden, edlen und harten Leistungs-Vollblutaraber wurde. Die Nachkommen Shaker El Masri's und Burkans's dominierten die Schweizer Schauen von Anfang an. Schon nach vier Jahren züchterischer Tätigkeit fand die BAFRAN-Nachzucht auch am internationalen "Salon du Cheval" in Paris grosse Beachtung. Gewann Bajazzo doch das europäische Jugendchampionat. Mit einem, der damals erfolgreichsten Gestüte Frankreichs, Cap d'Arbon, wurde eine züchterische Zusammenarbeit vereinbart. Der BAFRAN-Hengst Burkan und der Cap D'Arborn-Hengst Alhabac sollten die Töchter des andern decken. Die Burkan-Tochter Laburka wurde gegen die Alhabac-Tochter Sfendj ausgetauscht und der Shaker EI Masri-Sohn Shakliro 1974 aus der Lira ging ins Gestüt Cap d'Arbon. Shakliro bewährte sich währen Jahren im Gestüt Ainoha in Spanien und Frankreich als sehr erfolgreicher Zuchthengst. Burkan waren nur vier Jahre Zuchteinsatz im Gestüt BAFRAN vergönnt. Er starb im Januar 1977 an einer Kollik, somit konnte die Zusammenarbeit mit Cap d'Arbon nicht im vorgesehenen Rahmen stattfinden. Burkan hat aber über seine Nachkommen der Vollblutaraberzucht wertvollstes Erbgut hinterlassen. Den strengen schweizerischen Selektionsmassstäben (Körungen) vermochten über viele Jahre als einzige in der Schweiz geborene Vollblutaraberhengste die spanisch-ägyptisch gezogenen BAFRAN-Hengste Bajazzo 1973 (Shaker El Masri x Laida), Burlaio 1975 (Burkan x Laida), Ibn Laga 1976 (Burkan x Laga), Burkliran 1977 (Burkan x Lira), Bafran El Sharai 1980 (El Shaklan x Laibuka), Bafran Shabur 1980 (El Shaklan x Libura) und Bafran Ibn El Shaklan 1980 (El Shaklan x Laida) zu genügen.
Während vielen Jahren nahmen die BAFRAN-Vollblutaraber sehr erfolgreich an nationalen und internationalen Zuchtschauen teil. Nur wenigen Züchtern waren je ähnliche Erfolge vergönnt. Die dank ihrer Nachkommen erfolgeichste BAFRAN-Stammstute Laida hat nicht nur die nationale Zucht stark beeinflusst, sondern auch, wie oben erwähnt international Bedeutung erlangt, sie wurde kürzlich postum zur Elitestute erkoren. Laida gebar siebzehn Fohlen und wurde 36-jährig. Sie vererbte die hohe Lebenserwartung ihren Nachkommen. Ihre Erstgeborenen starben erst in den letzten Jahren. Bajazzo starb mit 29, Ibn Burkan mit 37, Burlaio mit 32 und Laibuka mit 32 Jahren!
Bint Laida-Burkan 1977 (Burkan x Laida) galt als eine der schönsten Stuten der Schweiz, 1985 war sie im "All Nations-Cup" in Frauenfeld bestklassiertes Schweizer Pferd und in Verona internationaler Schauchampion. Sie hinterliess mit verschiedenen Hengsten etliche sehr gute Nachkommen. Leider wurde sie das Opfer eines Weideunfalls. Bafran Ibn El Shaklan wurde, nachdem er als Jährling nationaler Schauchampion in Paris und in Sevilla Europäischer Jugendreserve-Champion war, für drei Jahre nach Kalifornien verstellt, wo er in mehreren A-Shows an der Hand und unter dem Sattel Champion wurde. Mit seinen Nachkommen schuf er sich in den USA einen hervorragenden Namen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz gewann er noch mehrere nationale und internationale Championate und bewährte sich sowohl als äusserst leistungsbereites und hartes Sportpferd (Distanz und Vielseitigkeit), wie als Vererber. Ein, durch fahrlässiges Verhalten eines Rennpferde-Trainers, verursachter Unfall führte zum frühen Tod dieses Ausnahmepferdes.
Laidas Grosssohn, Bafran El Sharai 1980 (EI Shaklan x Laibuka) galt laut Experten durch seine eigenen, wie die Erfolge seiner Nachkommen an nationalen und internationalen Schauen, sowie im Sport (Vielseitigkeit und Springen) und in der Vererbung (seine härtesten Konkurrenten waren seine Söhne) als einer der besten AV-Hengste Europas. Auch er verstarb leider relativ jung an den Spätfolgen einer Kolik. Trotzdem brachte es Bafran El Sharai auf, für schweizerische Verhältnisse respektable, 65 Nachkommen. Unter den Nachkommen von Laga und vor allem unter denen ihrer ersten Tochter Shakla 1973 (von Shaker El Masri) sind eine ganze Reihe Klassesieger und Champions zu finden. Ibn Laga 1967 von Burkan zeichnete sich unter seiner Besitzerin, der ältesten Stucki-Tochter Barbara, über Jahre als sehr erfolgreiches Distanzpferd aus. Bafran Burshako 1981 (Burlaio x Shakla) ging 1985 in ein grosses Gestüt nach Brasilien. Bafran Sharaia 1985 (Bafran El Sharai x Shakla) errang bereits im ersten Lebensjahr eine Serie höchster Auszeichnungen, war nationaler Schauchampion und bewährte sich als hervorragende Vererberin.
Zur Zeit steht Bafran Sharaia mit vier direkten Nachkommen, Bafran Sharaia Bint Burlaio (Burlaio x Bafran Sharaia), Bafran Burlia Bint Grit (Gual Grit x Bafran Sharaia Bint Burlaio) und Bafran Baja (der letzten Tochter des legendären Bajazzo), sowie der ersten Tochter von Bafran Bajazzo, Bafran Sharbaja im Gestüt. Bafran Sharfar (Bafran El Sharai x Bafran Shabura aus der Shakla) vererbte ihren ausserordentlichen Charm und Typ allen Nachkommen. Zurzeit stehen ihre direkten Nachkommen Bafran Shaklana von Bafran Ibn El Shaklan, die Hengste Bafran Shashar von Bafran Shalabur und Bafran Bajazzo von Bajazzo, sowie die Bafran Shalabur-Tochter Bafran Sharshala im Gestüt. Die 1977 gegen Bafran Laburka getauschte Sfedj 1974 (Alhabac x Ulises) gewann viele Championate und stand im Ruf, eine der schönsten Alhabac-Töchter zu sein. Sie bewährte sich als Vererberin und auch noch im fortgeschrittenen Alter als ausgezeichnetes Familienreitpferd. 1981 erfolgte der Kauf des rein spanischen Fuchshengstes Gual Grit 1979 (Galeon x Gurab), der über seine spanischen Vorfahren ein grosses Vererbungspotential mitbrachte und in den Bafran-Stuten sehr gut passende Partnerinnen fand. Seine Nachkommen übertrafen alle in ihn gesetzten Erwartungen. Er hatte in seinem Leben eine einzige Kollik, leider verlief diese tödlich. Auch Gual Grit brachte es auf 65 Nachkommen!
Als eines der wenigen Gestüte basierte die BAFRAN-Zucht seit Beginn in Jahre 1972 bis heute ausschliesslich auf spanischen und spanisch/ägyptisch gezogenen Pferden. Im Gestüt BAFRAN gezüchtete Pferde wurden nach Kanada, USA, Brasilien, Östreich, Frankreich, Spanien und Italien exportiert. Alters- und personalbedingt musste die Anzahl der Gestütspferde in den letzten zwanzig Jahren stark reduziert werden. Zurzeit stehen noch acht zum Teil alte Stuten, drei Hengste und drei Fohlen im Gestüt. Die Erfolge (Adobe PDF 12MB) an nationalen und internationalen Zuchtschauen, in allen Sportdisziplinen sowie die grosse Zahl glücklicher und zufriedenerer Besitzer von BAFRAN-Pferden zeigen, dass der Name BAFRAN für alle wesentlichen und rassetypischen Merkmale des Vollblutarabers bürgt.
Spiez und Wimmis im Januar 2011 Familie Hans Stucki, Beatusstrasse 7A, 3700 Spiez Standort der Pferde; Schindelfeldweg 45, 3752 Wimmis |
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