|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
das Gestüt Crabbet ParkWeltweite Verbreitungder Crabbet Araber-TypFotogalerie |
Das Gestüt Crabbet Park
Das Gestüt Crabbet Park wurde durch Wilfried und Lady Anne Blunt, im Jahre 1878 in
Sussex, England gegründet. Ihr Grundgedanke war der Import von arabischen Pferden
um die Englische Vollblutzucht zu verbessern.
Auf den Reisen in den Orient verliebten sie sich jedoch in die reinrassigen arabischen Pferde und beschlossen, selbst Araber zu züchten (zu dieser Zeit war die Araberzucht im mittleren Osten stark bedroht). Im Jahre 1880 besuchten sie zum ersten Mal das Gestüt von Ali Pasha Sherif in Kairo. Dort erwarben sie den bunten Fuchshengst Aziz, welcher neben der Stute Rodania hauptverantwortlich für die Verbreitung von "Bunten" Füchsen auf Crabbet Park war. Lady Anne Blunt war von dieser Farbvererbung so begeistert, dass sie wenig später noch seinen Sohn Mesaoud - ein kompakter, sehr bunter Fuchs mit kräftiger Hinterhand und solidem Fundament, seinen Enkel Mahruss, sowie Bint Nura, Kasida und die einzige Schimmelstute Bint Helwa erwarb. Einige Araber die von Ali Pasha Sherif erworben wurden, wurden nicht nach England, sondern auf das ägyptische Crabbet-Dependance Sheikh Obeyd im Nildelta gebracht, welches die Blunts 1882 gründeten. (Unter ihrer Tochter Lady Judith Wentworth wurde es später zum Hauptexportgestüt der Welt)
1906 liess sich Lady Anne Blunt von ihrem Mann Wilfried Blunt scheiden und zog sich 1915 ins Gestüt Sheikh Obeyd zurück. Dort ritt sie noch bis zu ihrem Tode im 80. Lebensjahr täglich aus. Ab 1920 übernahm Lady Judith Wentworth die Zucht in Crabbet Park.
In den letzten Betriebsjahren des Gestütes hatte ein weiterer Hengst Einfluss auf die Crabbet Zucht: Dargee. Er war ein wunderschöner Araber mit interessanter Abstammung. Er stammte vom Hengst Dwarka und vom Hengst El Emir ab. Lady Wentworth führte bis zu ihrem Tode 1957 die Crabbet-Zucht fort. Danach übernahm ein Freund der Familie, Sir Geoffrey Covey, die Zucht. Mit seinem Tod endete 1972 die Ära der Blunt-Zucht in Crabbet Park. Das Gestüt wird heute als Hotel benutzt.
Skowronek kam 1908 im Gestüt Antoniny (Polen) zur Welt. Er mass 147 cm und kam mit 11 Jahren in die Zucht. Er zeugte insgesamt 47 Nachkommen, wovon nur wenige zur Weiterzucht genutzt wurden. In Antoniny, welchens 1883 gegründet wurde, wurde die alte Zucht Slawutas weitergeführt und wie es üblich war, ab und zu mit neuen Wüstenhengsten bereichert. Skowroneks Vater war der Original-Araber Ibrahim, der 1907 über die Türkei importiert wurde. Skowroneks Mutter Jaskolka stammte aus der alten Sanguszko-Zucht mit einem Pedigree, das 100 Jahre zurückreichte und als eine der besten Stuten des Gestüts galt. Skowronek wäre beinahe als Kosackenpferd in den Kaukasus verkauft worden, als ihn der amerikanische Millionär Walter Winans entdeckte, nach England brachte, und ihn als Modell für seine Bronzearbeiten nutzte. 1919 sah H.V. Musgrave Clark den Hengst im Hinterhof seines Besitzers und kaufte ihn sofort. Umgehend begann seine Showkarriere. Auf Anhieb belegte er den dritten Platz hinter dem Weiler "Dolmetscher" und dem Hauptbeschäler von Crabbet Park "Nureddin II". Auch danach war er immer unter den ersten drei Plätzen zu finden. An einer Show in Islington sah ihn Lady Wentworth welche sich sogleich in ihn verliebte. Leider aber gab es zwischen ihr und Musgrave Clark grosse Differenzen, so dass sie einen Strohmann einsetzen musste um Skowronek zu kaufen. Clark verkaufte und ärgerte sich, als zum Abholen des Hengstes ein Anhänger mit der Aufschrift "Crabbet Park" erschein. Der Hengst blieb bis zu seinem Tode im Februar 1930 in Crabbet Park.
mehr zur Geschichte von Skowronetk unter: http://home.germany.net/101-38836/zweifel.htm Weltweite VerbreitungDie Araberpferde, die die Blunts vor über 100 Jahren aus der Wüste nach England brachten, wurden die Stammpferde der englischen Vollblutaraberzucht, und die Stammpferde der abendländlichen Araberzucht überhaupt. Im Amerika hatte der Erfinder der Cornflakes W.K. Kelloggs, einen immensen Einfluss auf die Crabbet-Zucht. Kelloggs hatte seine Zucht mit Davenportpferden Anfang der 20er Jahre begonnen. 1926 importierte er jedoch mit Hilfe von Carl Raswan mehrere Araber aus der Zucht von Lady Wentworth, darunter die Skowronek-Söhne Raseyn und Raswan. Zehn Jahre später folgten weitere Pferde darunter wiederum zwei Skowronek-Nachkommen, und Naseem-Tochter Rissletta, die durch ihren Sohn Abu Farwa (v Rabiyas) Geschichte schrieb. Denn Abu Farwa, war der grösste und gefragteste Vererber in den 60er und 70er Jahren. Ein weiterer wichtiger Importeur in Amerika war Roger Selby, der in den Jahren 1928 bis 1933 13 Stuten und sechs Hengste aus Crabbet Park importierte. ZB den 160 cm grossen Nureddin II, den 140 cm kleinen Skowronek-Sohn Raffles und den Wüstenhengst Mirage or ar (welchen Lady Wentworth jedoch nie in der Zucht eingesetzt hatte).
Crabbet-Blut findet man in allen Zuchtlinien, wie zB die Ägypter Kaisoon und Alaa el Nin, sowie Farag aus dem Stutenstamm der Crabbet-Begründerin Rodania or ar. Auch der amerikanische "Russe" Padron stammt aus einer Crabbet-Stute. Die Liste liesse sich endlos lange fortführen. Es gibt fast kein Land, dass nicht Crabbet-Pferde importiert und zur Zucht verwendet hat. Einzige Ausnahmen dürften Tunesien, Marokko und die Türkei sein. In Australien machen Crabbet-Araber den grössten Anteil der Einheimischen Araberzucht aus. Der Crabbet Araber-Typ:Den Crabbet-Araber erkennt man an seinen extrem kräftigen Beinen, den langen leistungsstarken Hüften und seinem schönen Kopf mit den unglaublich grossen und ausdrucksvollen Augen. Fotogalerie
|