Gestüt Schieferegg

 

 

Zu Besuch beim Gestüt Schieferegg
auf der Finca "La Cañada del Robledo"
in Andalusien

In unseren Herbstferien bereisten wir mit Mietauto und Zelt Südspanien von Malaga über Granada nach Jerez, Tarifa und zurück in den "Heimathafen" Malaga. Von Granada nach Jerez de la Frontera führte uns der Weg zufälligerweise auch über Villamartin in der Provinz Cadiz, wo sich das Arabergestüt Schieferegg befindet. Nach kurzem e-Mailverkehr wurden wir herzlich zu einem Besuch eingeladen und so wurde der Gestütsbesuch zu einem der Highlights in den Ferien.

Über das Gestüt Schiefergg wird auch im AraberJournal immer wieder geschrieben, vor allem über die Erfolge im Distanzreiten welche Tina Weidner mit ihren Pferden hat. Es war also ein "Muss" vorbeizuschauen.

AJ 07/2006 (Adobe PDF 720KB):
A Somewhat Different Endurance Ride

AJ 02/2006 (Adobe PDF 458KB):
Abstammung und Leistung

 

Das in Österreich gegründete Gestüt Schieferegg züchtet seit 1970 ägyptische und seit 1980 auch iranische Vollblutaraber. Seit 1983 befindet sich das Gestüt auf der Finca "La Cañada del Robledo", einem Landgut in Andalusien mit insgesamt 270 Hektaren Weiden, Ackerland, Olivenheinen und ursprünglich bewachsenem Berggelände. Die Haltung der Pferde ist sehr natürlich und Gelände und Klima stellen hohe Anforderungen an Tier und Mensch.

Grosse Bedeutung wird der reiterlichen Ausbildung der Pferde zugemessen. Junghengste und Jungstuten erhalten 3-4 jährig eine dressurmässige Grundausbildung. Es werden geländesichere, robuste und leistungsstarke Vollblutaraber gezüchtet, die die Eigenschaften eines Familienpferdes nicht verloren haben. Die natürliche Anhänglichkeit und Familienfreundlichkeit des Vollblutarabers bleibt erhalten.

Die Zucht wird heute vor allem auf leistungsorientierte iranische Blutlinien selektiert. Bedeutende Erfolge im Distanzsport bestätigen diese Idee: im 2006 wurden ihre Pferde "Abu Khamseh" und "Harfa" (Hamza x Hanaa) 1998 Gesamtsieger am 8-tägigen Distanzritt "Al-Andalus" über 460km und erreichten weitere erste und vordere Plätze in 1* und 2* Ritten.

Mit ökologischem Gemüse- und Getreideanbau, Viehzucht und Produktion von erstklassigem, naturgepressten Olivenöl sowie der Erzeuggung von Stutenmilch werden zusätzliche Naturprodukte aus dem Herzen Andalusiens angeboten.

 

Es besteht auch die Möglichkeit auf dem Gestüt mitzuhelfen und ein Praktikum zu absolvieren und so die Pferde für die Distanzritte zu trainieren und sogar selber aktiv an diesen teilzunehmen. Mit Pferdepflege und Reiten sollte man aber bereits vertraut sein.

Bei Interesse melden Sie sich bei Bettina Weidner oder Ulrike Marcik unter +34 687 563 437 (Frau spricht Deutsch). Mehr Infos gibt's auch unter der Webseite: www.schieferegg.com

 

 

Der immer lächelnde Hamza (Hamdan II x Aghaghi) 1984, iranisch-ägyptisch gezogen, geniesst auf der der Koppel die
Zeit zwischen den Trainings.

Hamza wird von Tina Weidner im Dressursport bis M und in Distanzritten bis 80km eingsetzt. Und er kann bereits auf zwei Siege in Galopprennen und auf den spanischen Meistertitel im Trekking 2001 zurückblicken.

Abu Khamseh (Khamseh x Parsa) 1995 mit iranisch-ägyptischer Abstammung wird seit 2000 im Distanzsport eingetzt und kann auf diverse Siege zurückblicken.

Zweiter Rang an den andalusischen Reiterspielen 2003,
zweiter Rang an der "Copa del Rey" über 2x 100km 2004,
zwei Siege in 1* Ritten sowie fünfter Rang über 160km 2005
und im 2006 ua. Gesamtsieger an der "Al-Andalus" über 460km zusammen mit der Stute Harfa.

 

 

Und ebenfalls bereits dieses Jahr im Distanzsport eingesetzt ist der Junghengst Hayoun (Hashem x Palmira) 2001 mit iranisch-ägptischer Abstammung.

Bei unserem Besuch hatten wir das Pech, dass es nach sechs Monaten in Spanien "endlich" das erste Mal wieder so richtig regnete! Dementsprechend wurden die Pferde und Bilder nass. Es hatte aber auch den Effekt, dass die Pferde welche nicht an den Regenschirm gewöhnt waren, entsprechend gespannt und aufgeregt die Ohren spitzten.

Trotz Regen konnten wir den kurzen Einblick in die Zucht, auf die Stuten mit Fohlen und Hengste, trotzem geniessen und wer weiss, vielleicht kommen wir zurück und nehmen nächstes Mal so ein korrektes iranisches Araberli mit nach Hause. Denn es können immer wieder angerittene oder auch rohe Pferde erworben werden. Die Nachzucht aus den erfolgreichen Vätern ist aber sehr begehrt und die vier bis fünf Fohlen pro Jahr sind schnell vergeben...

 

Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft
Franja Stump, araber-online.ch
Kirchberg BE, 1. November 2006