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SCID (eine Immunschwäche beim arabischen Pferd)
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Fragen und AntwortenWas ist SCID? Eine genetisch weitervererbte Immunkrankheit Was tut SCID? Ein betroffenes Fohlen (welches zwei Exemplare des Genes trägt) hat keine Abwehrkräfte um gegen eine Infektion zu kämpfen. Das Fohlen kann bei der Geburt normal aussehen, stirbt aber innerhalb der ersten Lebens-Monate Sind nur arabische Pferde vom SCID betroffen? Ja, es kann aber auch beim Menschen und bei Mäusen vorkommen Wie gross ist die Ausbreitung von SCID-Trägern? In der Schweiz waren im Jahr 2000, von ca. 130 geprüften Pferden 2.3% Träger. In den USA von 3500, 15% Träger Ist nur ein Geschlecht betroffen? Nein, Stuten und Hengste können das Gen tragen Wann wurde SCID erstmals entdeckt? 1973 Wie wird getestet? Als Untersuchungsmaterial ist eine Blutprobe oder Haare gleichermassen geeignet Wo wird getestet? das SZAP lässt die Proben in Deutschland untersuchen Wie teuer ist der Untersuch? Fr. 45.- für den SCID-Test und Fr. 45.- Gebühr SZAP Wie ist hoch ist die Vererblichkeit? siehe Tabelle: bei einer SCID-freien Stute und einem SCID-tragenden Hengst ist die Wahrscheinlichkeit für ein SCID-freies Fohlen gleich 50% usw. |
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Artikel zum Thema SCIDSCID (schwere kombinierte Immunschwäche) ist eine autosomal rezessive, genetisch bedingte Immunerkrankung bei arabischen Pferden. Symptome der Erkrankung sind eine stark verringerte Anzahl weisser Blutkörperchen (unter 1000/mm³ Blut), ein Mangel an bestimmten Antikörpern (IgM und IgG) sowie eine Unterentwicklung der Thymusdrüse und der Lymphknoten. Betroffene Tiere entwickeln sich in den ersten 2-3 Monaten normal, leiden aber zunehmend unter einer stark verminderten, körpereigenen Immunabwehr und verenden in der Regel innerhalb der ersten 4-5 Lebensmonate. In den USA schätzt man den Anteil betroffener Fohlen auf mittlerweile etwa 3%. Dies bedeutet, dass rund 28% der Araber Anlageträger des Defektgens sind, also jedes 3. bis 4. Pferd.
SCID beim Araber ist gekennzeichnet durch das Fehlen von B- und T-Lymphozyten, verursacht durch
eine Deletion im Gen, für das die DNA-abhängige Protein-Kinase kodiert.
Die Erkrankung folgt dem autosomal rezessiven Erbgang. Betroffene
Araberfohlen erkranken im Alter von etwa einem Monat und die Mehrheit
stirbt etwa im Alter von 5 Monaten an Infektionen mit opportunistischen Keimen. Adenoviren bei Pferden spielen eine untergeordnete Rolle, nur bei Fohlen und unter ungünstigen Umständen erkranken der Respirations- und Digestivtrakt. Adenoviren verursachen häufig (besonders bei Jungfohlen) subklinische Infekte oder leichtgradige Allgemeinerkrankungen. Nach Burrows (1976) ist es wahrscheinlich, dass viele Fohlen unter dem Schutz maternaler AK stille Feiung erfahren. |
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BegriffserklärungenAutosom: das; -s,-en (biol.) nicht geschlechtsgebundenes Chromosom Deletion: die; -,-en (med.) Chromosomenmutation durch Entfernung od. Verlust eines Chromosomenteils Gen: das; -s, -e; mst Pl, Biol; der kleinste Träger von Eigenschaften in den Zellen des Lebewesens, durch den ein Merkmal vererbt wird » Erbanlage: Gene sind die Träger der Erbinformation Kinase: die; -,-n (med., chem.) 1. Enzym, das Phosphatgruppen überträgt, 2. die Wirksamkeit eines Enzyms steigernde Substanz Protein: das; -s, -e; Chem; eine von vielen Substanzen, wie sie im Körper von Menschen u. Tieren u. in Pflanzen gebildet werden (z.B. Enzyme, Insulin, Hormone) Lymphknoten: der; -s,- (med.) Organ des Lymphgefäßsystems, das als Filter für Bakterien od. Körpergifte dient, bildet Lymphozyten rezessiv: nicht in Erscheinung tretend, gegenüber anderen Erbfaktoren zurücktretend (Erbanlage) Thymusdrüse: die; -,-n (med.) hinter dem Brustbein gelegene Drüse |