Geschichtlicher Abriss der Spanischen Araberzucht

Bekannte Spanische Pferde

der Spanische Araber-Typ

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Geschichtlicher Abriss der Spanischen Araberzucht

Die erste nicht offizielle Erwähnung des Arabers in Spanien war 1820, als ein Teil der königlichen arabischen Herde von Cordoba nach Aragon verschoben wurde. Mit Königin Isabella II hatte Spanien eine Herrscherin mit besonderer Liebe zu Pferden. Sie schwärmte für Falben mit silbernem Langhaar (daher der Name Isabellen) aber auch für Araber. Unter ihrer Herrschaft entstand 1847 das weltweit erste Arabische Stutbuch. Die meisten Pferde waren damals im Besitz des Königshauses und wurden im Gestüt Aranjuez gehalten.

1893 wurde das Militärgestüt (span Yeguada Militar) in Cordoba gegrüdet, welches dafür besorgt war die einheimische Pferdepopulation zu erhöhen und zu veredeln. Viele Pferde wurden Ägypten, Syrien und Polen importiert. Erwähnenswert sind auch die Importe aus Frankreich, wie Simoun (1904, importiert 1906), Janveber (1907) und Sadik (1916, importiert 1920).

Die Brüder Guerrero importierten den Hengst Cheitan und zwei Stuten aus ägyptischen Vätern: Sada Yama und Sultane.

1910 wurde das erste private Gestüt Marques de Casa Domecq gegründet.

Einer der wichtigsten Züchter war der Herzog von Veragua mit seinem Araber-Gestüt Valjuaente. 1926 fing er an reinrassige Araber zu züchten und beeinflusste mit seinen importierten Crabbet-Arabern massgeblich die Spanischen Linien. Von Lady Wentworth kaufte er 13 Stuten und drei Hengste, ua die Stuten Jalila, Namira, Nasleda, Reyna und Shelifa. 1935 kaufte er auch von Pedro Domecq, dem ältesten Sohn des Marques, den vollständigne Stutenstamm sowie den Hengst Sirio 111 (Ursus x Siria). Auf seinem Gestüt deckten die Hengste Nana Sahib (Razada x Jalila) und sein Stallgefährte Barquillo. Die Ausdehnung der Veragua-Zucht machte bald die Aufteilung in zwei Besitzungen erforderlich. Stuten und Fohlen kamen nach Valjuanete und Castelle de Higares in der Nähe von Toledo, die Hengste und Hengstfohlen wurden in den Ställen des herzoglichen Palastes in der Calle San Mateo in Madrid gehalten.

Vor dem Bürgerkrieg blühte die Araberzucht in Spanien. In nur zwei Jahren (1932-1934) wurden 900 Fohlen registriert. 1934 wurden auch die ersten Araber von James Draper nach Kalifornien importiert. (Die Stuten Meca, Menfis, Nakkla und Barakat sowie der Hengst El Ayn RAS).

Der Spanische Bürgerkrieg dauerte sechs Jahre (1935-1943). Mindestens 700 Araber fanden im Krieg ihren Tod und das Gestüt Veragua brannte nieder. General Franco sandte Lastwagen, um die Veragua Pferde (13 Hengste und 46 Stuten) aus der Kampfzone zu holen und liess sie nach Cordoba bringen. Alle Stuten bekamen einen mit "Ver" beginnenden Namen und wurden damit in das Spanische Stutbuch eingetragen.

Bei einem Besuch 1949 in Yeguada, war König Abdullah von Jordanien so von den dort gezüchteten rassigen Arabern begeistert, dass er die beiden Hengste Almozabar (1942, Ifni x Duquesa) und Jabao (1941, Ilustre x Uganda) von General Franco für sein eigenes Arabergestüt erbat. Als Gegengeschenk bekam Spanien die zwei Stuten El Yadidia (1949) und Shaklavia Yadran (1946). Beide waren so berühmt durch ihre Hässlichkeit, wie durch ihre an Wunder grenzende Ausdauer (60 km im Trab wurden dafür genannt). Ihre Fohlen waren nichts Besonderes, dafür aber wurden ihre Enkel bekannte Schönheiten.

1976 wurde die Lippentätowierung neben dem Brand mit dem Gestütswappen eingeführt. Im Militärgestüt erhalten Stuten auf der rechten Hinterhand die Buchstaben YM (Yeguada Militar) und ihre Eintragungsnummer auf der linken Hinterhand eingebrannt. Bei Hengsten erfolgen diese Brände seitenverkehrt.

Charlie Steen, ein amerikanischer Geschäftsmann, importierte 1965 für 85 000 US$ 28 Araber (ua Aldebaran, Taduria de Washoe die Mutter von El Tabal) nach Amerika. Er wollte vor allem neue Skowronek Linien nach Amerika bringen, die von der amerikanischen Inzucht noch nicht beeinflusst waren.

Heute befindet sich das Militärgestüt in Cortijo de Vicos im Osten von Jerez de la Frontera und beherbergt etwa 500 Pferde, darunter fast 160 Araber.

 

Bekannte Spanische Pferde

Der Hengst Seanderich wurde 1902 in Bagdad geboren und 1908 vom Militär nach Spanien importiert. Er begründete die eine wichtige Hengstlinie (neben Ursus) in Spanien. Seanderich vererbe einen besonderen, leicht herausfindbaren Pferdetyp, der sich Generation für Generation fortsetzte. über seinen Sohn Ilustre (ad Divina) kam Congo (1941 ad Triana), das einzige ungeschlagene Rennpferd Spaniens. Congo hatte grossen Einfluss auf die Spanische Zucht. Zwei seiner wichtigsten Söhne waren Tabal (1952 ad Hilandera) und Zancudo (1958 ad Yaima). Tabal hatte mit den Vollbrüdern Kadi und Jacio (1968 ad Teorica) zwei Söhne, die zahlreiche nationale und internationale Champions zeugten. Zancudo, ein Fuchshengst in auffälligem Rechteckformat war der meist genützte Hengst des Militärgestütes. Seine berühmtesten Söhne sind Galero (1965 ad Zalema), sein Vollbruder Jaguay (1968) und Jacio (1968 ad Teorica) welches ebenfalls Väter zahlreicher internationaler Champions sind.

Eine weitere wichtige Linie gründete Seanderich durch seinen Sohn Eco, dem Vater von Barquillo (1938, ad Divina). Barquillo war das Resultat einer Kreuzung von polnischen Linien mit Seanderichs Wüstenlinien. Barquillo zeugte Ausnahmepferde wie Jaecero (der Vater von Garbo und Halebi) und brachte wunderschöne Stuten hervor wie Teorica (ad Galatife), Ociosa (ad Varsovia) und deren Vollschwester Uyaima, die Mutter der berühmten Stute Estopa.

Der Hengst Ursus (Amir db x Gagar) wurde 1912 als Vierjähriger vom Militär aus dem Gestüt vom Grafen Branicki, Polen, für 60 000 Pesetas (ein Vermögen für jene Tage) gekauft. Er war ein grossrahmiger, brauner Hengst, typvoll und fein.

Der stattliche Hengst Van Dick (Vasco da Gama x Hela) galt als "lebende Legende Polens". In den Animex-Büchern, der offiziellen Agentur für den Im- und Export polnischer Pferde wurde Van Dick an erster Stelle aufgelistet, noch vor Ibrahim, dem Vater von Skowronek. Seine Tochter Divina (1918), das dritte Fohlen aus der Fuchsstute Navin (1907, Mustafa ab x Fatima db) zeugte einige erfolgreiche Nachkommen. Ilustre 1923 (v Seanderich), Jaba 1924 exportiert nach Kuba, Laberinto 1925, Maravedi 1926, Oblonga 1928 (alle v Eco) und Rabina 1930 (v Bagdad).

Weitere bekannte Spanische Pferde sind:
Esperada (Tabal x Berlanga), Estopa (Tabal x Uyaima), El Shaklan (zu 50% spanisch) (Shaker El Masri x Estopa), Sidi Brahim (Jacio x Dalia IV), Figuroso (Tabal x Bahia 11), GG Samir (Jacio x Alhaja), An Malik (Galero x Ispahan), Ghadames (Jacio x Lopaz), Makor (Galero x Chavali).

 

Der Spanische Araber-Typ

Spanische Pferde werden für ihr ruhiges Temperament, ihre Intelligenz, ihre korrekte Anpassung, die athletische Fähigkeiten geschätzt und wegen ihrer grossen Augen geliebt.

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Quelle:
http://www.awhitehorse.com
http://reinback.com